Schimmelpilze
Als heterotrophe Organismen können Schimmelpilze nicht wie andere Pflanzen das
Licht zur Erzeugung von Energie nutzen,
sondern ernähren sich von organischem Material. In der Biologie werden derartige
Lebensformen als Reduzenten bezeichnet.
Nährboden für Schimmelpilzkulturen liefern organische Stoffe, die fast überall
vorkommen, in der Erde, im Holz, in Staubkörnern,
sogar in Kunststoffen.
Die Zahl der vorkommenden Pilzarten wird auf die schwindelerregende Höhe von
über 250.000 geschätzt. Zirka 100.000 sind bisher erfasst. Die Vermehrung der
Schimmelpilze erfolgt durch Sporulation, das heißt der Pilz gibt eine Unmenge
von Sporen an die Luft ab.
Gemeinsam mit anderen biologischen Partikeln wie Milben, Hautschuppen, Pollen
und Bakterien sind Pilzsporen einer der Hauptbestandteile des so genannten
Aeroplanktons. Dies ist die Gesamtheit all jener Partikel biologischen
Ursprungs, die sich in der Luft befinden. Die Sporen der Schimmelpilze können
bei entsprechend disponierten Menschen zu allergischen Reaktionen, bis hin zum
allergischen Asthma führen.
Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen stellen die wichtigsten Allergene der
Innenraumluft dar. Die meisten Schimmelpilzarten gedeihen am besten bei einer
relativen Luftfeuchtigkeit von 80% und einer Temperatur von über 20C. Als
besonders bedeutsame Arten sind Aspergillus, Cladosporium, Penicillium und
Alternaria bekannt.
Besonders gefährlich wird es, wenn sie zu sehen sind: Es entstehen größere
Pilzgeflechte, die sich lebhaft weiter vermehren.
Sie hinterlassen an Wänden große Flecken, oft sehr farbenfroh, aber trotzdem
bestimmt kein Grund zur Freude. Bisherige Erfahrungen
zeigen, das der sichtbare Pilzbefall jedoch nur 10% des gesamten Pilzbefalls
ausmacht. Das heißt das etwa 90 % des Gesundheitsrisiko
„Schimmelpilz“ gar nicht als Erreger erkannt werden.